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Schnee im Siebengebirge – Von der Margarethenhöhe zur Löwenburg

Nachts hat es geschneit und auf dem kurzen Anstieg, oberhalb des VVS-Hauses, schmückt sich der Waldweg mit einer dünnen Schneedecke und buntem Herbstlaub. Morgens trifft man hier nur wenige Menschen, die meisten in Begleitung eines Vierbeiners. Auch ich gehe heute in den frühen Morgenstunden los, mein Hund liebt es, im Schnee Gassi zu gehen. Ich will mir die Gelegenheit auch nicht entgehen lassen, schließlich schneit es in unseren Breitengraden nur noch viel zu selten.
Es will nicht richtig hell werden, die Sicht ist verschwommen, der Himmel trüb. Allein der Schnee  reflektiert helles, klares Winterlicht.
Löwenburger Hof
Der Löwenburger Hof  sieht noch verlassen aus, doch schon um 10:00 Uhr öffnet die traditionsreiche Waldwirtschaft  und bietet Spaziergängern und Ausflüglern ganzjährig Frühstück, Mittagessen und Kuchen an. Der weiche, nasse Schnee klebt an den Schuhen. Ich suche eine Perspektive mit möglichst viel Schnee im Bildvordergrund und zertrampele dabei die fragile Schönheit unter meinen Füßen.
Auf dem Weg zur Löwenburg
Natürlich, der erste Schnee weckt Kindheitserinnerungen. Davon beflügelt, steige ich den Weg zur Ruine der Löwenburg hinauf. Diese Strecke belohnt meistens mit einem spektakulären Weitblick, doch jetzt verdunkelt sich der Himmel gerade noch mehr und ich bekomme einen Vorgeschmack auf die Aussicht am Ziel meiner kleinen Wanderung.
Das Bergische Land und der Westerwald hüllen sich in blaugraue Wolken. Es ist dunkel, die Sicht ist schlecht, meine Handykamera glaubt in einem alten Schwarzweißfilm zu sein.
Löwenburg im Nebel
Ich denke an Mittelalter-, Gothik- und Horrorfilme. Die Kulisse ist spooky. Ich bin hier oben allein, mein Hund Pepe zählt bei Gefahr nicht. Doch während ich noch in düsteren Szenarien schwelge, erreichen zwei Mountainbiker die Löwenburg. Gut, gut – ich gehe schon.

Noch ein letztes Handyfoto. Wie soll ich diese Aussicht beschreiben: dramatisch, mystisch, diffus und romantisch zugleich. Ich werde immer wieder kommen, bei Regen und bei Schnee und eifersüchtig hoffen, dass der allgegenwärtige touristische Trubel dieses besondere Stück vom Himmel nicht entweihen wird.

 

 

Streckenprofil Streckenverlauf
Start/Ziel Parkplatz Margarethenhöhe in Königswinter-Ittenbach Distanz 5,6 km
Steigung 178 m Dauer 1,5 Std. mit Pausen
Anspruch leicht – mit einem steilen Anstieg kurz vor der Löwenburg Highlights Drei-Seen-Blick auf dem Erpelntalskopf, Löwenburger Hof/Obstwiese, Löwenburg Ruine

 

Written by Alexandra

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